Inklusion fängt auf dem Spielplatz an

Eine inklusive Kindergruppe

Ist es nicht schön, wenn die Kinder noch gerne nach draußen gehen, um zu spielen? Auf dem Spielplatz lernen Kinder andere Kinder kennen und können sich so richtig austoben. Gerade für Kinder ist es wichtig nicht alleine, sondern zusammen zu spielen. Nur leider ist das nicht für alle so einfach.

Die meisten Spielplätze sind umgeben von Sand. Das ist an sich auch gut. Fällt das Kind vom Klettergerüst, ist der Sand weicher. Außerdem lässt sich mit dem Sand auch wunderbar spielen. Wer hat früher denn nicht versucht die tollste Sandburg zu bauen?

Sitzt ein Kind im Rollstuhl, wird der Sand aber auch zum Problem. Und überhaupt: Nur selten bedenken die Spielgeräte auf dem Spielplatz auch mögliche Einschränkungen. Dabei muss Inklusion möglichst früh anfangen.

Inklusion als Selbstverständnis

Gerade Kinder sind in ihrem Denken wenig eingeschränkt. Sie sind vielleicht etwas unvorsichtig, aber sie nehmen einander an, wie man ist. Darum muss Inklusion auch schon auf dem Spielplatz anfangen. Inklusion sollte kein Thema sein, sondern ein Selbstverständnis – und das muss sich früh entwickeln. Dafür braucht es Möglichkeiten, dass Kinder mit und ohne Einschränkungen problemlos zusammen spielen können. Spielflächen auf denen sich auch Kinder mit Rollstuhl bewegen können und Spielgeräte, die Herausforderungen in verschiedenen Abstufungen bieten – Spielplätze müssen neu gedacht werden, damit alle davon profitieren.

Ein Stück zum Glück

Die Spendenaktion „Stück zum Glück“ soll neue Spielräume schaffen, die genau das bedenken. Seit April 2018 läuft die Aktion von Procter & Gamble, REWE und Aktion Mensch, bei der mit jedem Kauf eines P&G Produktes bei REWE automatisch ein Cent in das Projekt fließt. Zu den Marken gehören unter anderem Pampers, Ariel, Always, Oral-B und Gilette.

Mittlerweile sind durch diese Aktion sieben Spielplätze neu- oder umgebaut worden – insgesamt sollen es 40 Spielplätze in drei Jahren sein. Fast 500.000 Euro sind mittlerweile zusammen gekommen, nochmal so viel ist das Ziel der großen Aktion.

„Ziemlich unzertrennlich“ – Wenn Kinder Spielplätze gestalten

Inklusion ist aber nicht das einzige Problem unserer Spielplätze. Spielplätze werden leider oft von Erwachsenen erdacht und sind damit wenig spektakulär. Schaukel, Rutsche, Wippe, Sandkasten – die klassischen Spielgeräte langweilen schnell und regen nicht gerade die Kreativität an.

Wie es anders geht zeigt der Kurzfilm „Ziemlich unzertrennlich“, der im Rahmen der „Stück vom Glück“-Kampagne entstanden ist. Dort werden inklusive Freundespaare gefragt, wie sie sich denn Spielgeräte vorstellen. Ob Fußball-Schaukel, Einhornkarussell oder Hexenschule – die Spielgeräte sollen nicht nur für alle nutzbar, sondern auch fantasievoller gestaltet sein.

Die Realität ist meist anders: Wer einen Spielplatz kennt, kennt fast alle. Mit ein bisschen mehr Mut und Einsatz könnten Spielplätze wieder spannender werden. Denn egal ob mit oder ohne Behinderung: Kinder wollen Abenteuer erleben.

Nur ein Anfang für die Inklusion

Die Spendenaktion „Stück zum Glück“ ist wichtig und 40 neue oder umgestaltete Spielplätze viel wert. Jedoch gibt es in Deutschland rund 80.000 Spielplätze, von denen nur die wenigsten inklusiv gestaltet sind oder die Fantasie und Kreativität beflügeln.

Wir brauchen mehr Spielplätze, die allen Kindern gerecht werden und kleine wie große Erlebnisse ermöglichen. Lasst Kinder draußen spielen – miteinander und ohne Barrieren. Gemeinsam ist viel mehr möglich, als der Einzelne sich vorstellen kann. Grenzen entstehen vor allem im Kopf.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit „Stück zum Glück“ von Procter & Gamble, REWE und Aktion Mensch.


Image by REWE, Procter & Gamble und Aktion Mensch

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