Eure Kinder und Social Media: Das sollten Eltern wissen

Wir haben uns bereits damit befasst, ab welchem Alter Kinder ein eigenes Smartphone besitzen sollten und wie eingeschränkt ihre Nutzung mit dem Handy noch sein sollte. Neben der Angst, Kinder könnte regelrecht in ihren Handys versinken und ihre Außenwelt vernachlässigen, plagt viele Eltern die Frage, was ihre Kinder auf Social Media eigentlich treiben. Deswegen sind hier einige Tipps, wie ihr das Thema Soziale Netzwerke verantwortungsbewusst mit euren Kindern angehen könnt.

Der richtige Umgang will gelernt sein

Und das gilt für beide Seiten. Wenn ihr mit eurem Kind über dessen Social Media Nutzung sprechen wollt, solltet ihr euch zunächst selbst mit den Plattformen beschäftigten. Dafür könnt ihr euch entweder ein eigenes Konto erstellen, oder ihr lest euch im Internet über die verschiedenen Plattformen schlau. Eure Medienkompetenz spielt bei dem Gespräch mit euren Kindern eine wichtige Rolle. Schließlich solltet ihr im Idealfall als Vertrauensperson auftreten, die Ahnung von dem Thema hat und den Kindern helfend zur Seite steht.

Auf vielen Social Media Seiten ist eine Anmeldung erst ab 13, vereinzelt sogar erst ab 16 möglich. Mit diesen Altersbeschränkungen seid ihr in den meisten Fällen gut beraten. Denn vorher sollten eure Kinder auf Social Media noch nicht unterwegs sein. Gleichzeitig sind Soziale Netzwerke aber auch nicht zu tabuisieren oder zu verteufeln. Denn was verboten ist, finden viele Kinder nur noch reizvoller. Es ist ohnehin besser, wenn beide Seiten offen miteinander kommunizieren, als dass eure Kinder hinter eurem Rücken auf verschiedenen Seiten unterwegs sind.

Rechte und Pflichten im Internet

Gerade Jugendliche und Kinder sind sich nicht immer den Folgen ihres Handelns bewusst. Wer sich im Internet bewegt, hat jedoch einige Regeln einzuhalten, um nicht geblockt oder im schlimmsten Fall verklagt zu werden. Vor allem wenn eure Kinder auf Social Media quasi noch Neulinge sind und gerade erst mit der Nutzung von WhatsApp und Co anfangen, sollte erklärt werden, dass man zum Beispiel nicht einfach Bilder von fremden Personen veröffentlichen darf. Auch über eventuelle Urheberrechtsverletzungen solltet ihr einmal gesprochen haben. Letztlich ist es aber natürlich ebenso wichtig, dass euer Kind mit seinen eigenen Daten verantwortungsvoll umgehen kann. Welche Bilder dürfen veröffentlicht werden? Und welche privaten Daten?

Hier könnt ihr gemeinsam mit dem Kind die jeweiligen Datenschutzbestimmungen durchgehen. Auch die Daten vieler Kinder auf Social Media werden an Dritt-Firmen weiterverkauft. Zudem tracken viele Plattformen die Standorte der Kinder. All dies sind Dinge, die ihr einmal mit dem Nachwuchs besprochen haben solltet.

Kinder und Social Media: Gefahren und Chancen

Wie auch bei der Nutzung des Smartphones geht es bei der Social Media Nutzung vor allem darum einzuschätzen, wie weit euer Kind in der Entwicklung ist. Im World Wide Web lauern viele Gefahren. Von kostenpflichtigen Abos, über Mobbing, bis hin zu Fremden, die nicht immer das Beste für euer Kind im Sinn haben. Ihr müsst selbst einschätzen können, ob euer Kind sich diesen Gefahren nicht nur bewusst ist, sondern ob es mit diesen auch umgehen und hinterfragen kann. Wie reflektiert geht euer Kind mit seinen Daten um?

Natürlich sollte das Internet jedoch nicht nur als negativ gesehen werden. Mithilfe von Plattformen wie WhatsApp oder Instagram haben die Kinder auch die Möglichkeit, mit Freunden aus aller Welt in Kontakt zu bleiben. Für viele ist es heute wichtig, mit ihren Bekannten und Klassenkameraden auch nach der Schule oder in der Freizeit zu reden. Außerdem lernen Kinder auf Social Media Schritt für Schritt Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Vorausgesetzt natürlich, die Eltern helfen ihnen dabei.

Wenn ihr sehr verunsichert seid, könnt ihr euch auch eine App herunterladen, mit der ihr die Social-Media-Aktivitäten eurer Kinder überwachen könnt. Allerdings ist auch hier Vertrauen und Transparenz sehr wichtig. Und dass eben nicht nur von Seiten eurer Kinder. Besprecht mit ihnen, falls ihr so eine App einsetzt und erklärt ihnen, warum ihr das tut. Im Endeffekt solltet ihr euren Kindern nie das Gefühl geben, sie nur überwachen zu wollen, sondern ihnen verständlich machen, dass ihr mit ihnen gemeinsam den Weg in die eigenständige Social Media Nutzung gehen wollt.


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