Hund und Job unter einen Hut bringen

Mann bei der arbeit und sein Hund / Image by Devin Edwards via unsplash

Der Wunsch nach einem Hund ist bei vielen groß. So kann er das Leben in vielen Facetten sehr viel schöner machen. Dennoch bedeutet das Halten eines Hundes auch eine große Verantwortung. Neben den hohen Kosten benötigt er viel Zeit und sollte unter gar keinen Umständen länger als vier bis fünf Stunden alleine sein. Das kann gerade bei der Kombination Hund und Job zur Herausforderung werden. Wir zeigen, wie sich Hund und Job trotzdem miteinander verbinden lassen, auch wenn alle Beteiligten voll berufstätig sind.

Vorab ein wichtiger Hinweis

Bei der Anschaffung eines Hundes gilt die eiserne Regel: Erst denken, dann Hund! Ein Hund kann bis zu 15 Jahre alt werden, kostet viel Zeit und ist eine Menge Verantwortung. Informiert euch vorher, ob eure Familie zu so einer Anschaffung wirklich bereit ist und ob ihr dieser Herausforderung auch gewachsen seid. Auch solltet ihr bedenken, dass Hunde die ersten zwei Jahre noch bedeutend mehr Aufmerksamkeit brauchen und ihr euch für die Eingewöhnung ganz zu Beginn am besten gleich Urlaub nehmt.

Ein Hund im Büro!

Wenn beide Partner berufstätig sind, dann ist ein Büro-Hund wohl die einfachste Lösung. So kann zum Beispiel jeder den Hund zwei bis drei Tage mit ins Büro nehmen und verhindert so, dass dieser alleine zuhause bleiben muss und auf seine Besitzer wartet. Das Thema Büro-Hund ist aber nicht ganz unproblematisch. Nicht jeder Arbeitgeber ist ein Fan dieser Idee. Dabei kann es durchaus ein Gewinn für das Arbeitsklima sein. Laut dem Tierschutzverein Tasso e.V. gibt es eine ganze Reihe positiver Auswirkungen.

So helfen Hunde den Stress zu reduzieren. Regelmäßige Kuscheleinheiten sorgen nämlich beim Menschen für eine Ausschüttung des Hormons Oxytocin. Das wiederrum hilft, Stress zu lindern.

Auch sollen die Tiere die Kommunikation innerhalb des Büros fördern. Kurze Streichel- und Spieleinheiten sorgen außerdem für gezielte Entspannung der Mitarbeiter. Das hilft sich danach wieder mit voller Konzentration der Arbeit zu widmen.

Für Hunde stellt das Mitnehmen zur Arbeit ebenfalls eine gute Option dar. So sind die Tiere bei ihrem Halter und nicht alleine. Die vermehrte Aufmerksamkeit durch die Kollegen ist für den Hund zusätzliche eine Bereicherung. Wenn dann noch ein eigener Platz im Büro, frisches Wasser und gelegentliche Gassi-Runden gegeben sind, steht dem Büro-Hund eigentlich nichts mehr im Wege. Lediglich Allergien oder starke Ängste von Kollegen sollten natürlich berücksichtigt werden.

Arbeitszeiten anpassen

Bei zwei voll berufstätigen Personen besteht außerdem die Möglichkeit, die eigenen Arbeitszeiten anzupassen. So kann einer extra früh und der andere extra spät mit der Arbeit beginnen. Damit lassen sich Hund und Job gut vereinen, weil das Tier nie zu lange alleine sein muss. In den ersten Monaten müssen Hunde allerdings erst an das Alleinsein gewöhnt werden. Mit dieser Methode einzusteigen, ist also nicht empfehlenswert.

Homeoffice

In manchen Berufen ist es durchaus möglich, von Zuhause aus zu arbeiten. Im Home-Office kann der Hund in seiner gewohnten Umgebung bleiben und ist bei seinem Halter. Auch für diesen könnte diese Variante eine gute Alternative darstellen. So ermöglichen, wie auch im Büro, regelmäßige Streicheleinheiten und Spaziergänge gezielte Pausen, reduzieren den Stress und vereinfachen den Alltag. In Büros, in denen das Mitnehmen eines Hundes eventuell nur ein oder zwei Tage gestattet ist, kann das Home-Office zudem eine super Ergänzung darstellen und helfen, Hund und Job unter einen Hut zu bringen.

Hundesitter beauftragen

Auch die Möglichkeit einen Hundesitter zu beauftragen, besteht durchaus. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass es sich dabei um einen professionellen Sitter handelt, dem ihr euren Hund wirklich anvertrauen könnt und wollt. Der Kostenfaktor ist natürlich auch zu bedenken.

Den Hund jeden Tag zu einem Hundesitter zu geben, ist allerdings nicht empfehlenswert. Gerade zu Anfang ist die Bindung zu dem Tier wichtig und sollte durch viel gemeinsame Zeit gestärkt werden. Nichts desto trotz kann ein Hundesitter eine gute Zusatzoption darstellen und die Tage innerhalb der Woche abdecken, die nicht durch andere Optionen geregelt werden können.


Image by Devin Edwards via Unsplash

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