Kinderschutz im Internet

Jubelnde Kinder vor einem Computer - Kindersicherung im Internet / Teaserimage by StartupStockPhotos via pixabay

Den Kindern einen Zugang zur digitalen Welt zu gewährleisten und zu erlauben, ist in den Augen vieler Eltern eine durchaus gute Sache. So lernen sie den Umgang mit dem Internet, erlangen Medienkompetenz und erwerben für ihr zukünftiges Leben wertvolle Fähigkeiten. Wie wir alle wissen, sind das Internet und die digitale Welt jedoch nicht nur rosig und haben auch ihre Schattenseiten. Vor diesen Seiten gilt es, die Kleinen zu beschützen. Wir zeigen deshalb, wo Eltern die Einstellungen zum Kinderschutz im Internet auf verschiedenen Systemen finden und stellen einige der wichtigsten Funktionen pro System vor. Listen mit allen Funktionen und passenden Anleitungen finden sich auf den Herstellerseiten, die wir in den entsprechenden Abschnitten verlinkt haben.

Kinderschutz im Internet auf dem Computer

Für den Computer gibt es unter den verschiedenen Betriebssystemen verschiedene Einstellungen, um die Kleinen sicher surfen zu lassen und ihnen die richtigen Inhalte zu ermöglichen.

Windows

Windows 10 Logo Image by Microsoft

Windows 10 bietet in den Einstellungen unter „Konten > Familie und andere Benutzer“ die Möglichkeit, Familienmitglieder hinzuzufügen und für Kinder einen eigenen Benutzer anzulegen. Eltern können hier Berichte über die digitalen Aktivitäten ihres Kindes erhalten, Webseiten blockieren oder freischalten und Altersfreigaben für Spiele festlegen. Auch lassen sich bestimmte Apps und Spiele gezielt erlauben oder verbieten sowie eine zeitliche Begrenzung für die Nutzung des Rechners einstellen.

Eine konkrete Anleitung zu den Einstellungen findet sich hier.

MacOS

macOS Screen-Ansicht / Image by Apple

Auch unter MacOS gibt es Einstellungen zum Kinderschutz im Internet. Diese finden sich unter „Apple > Systemeinstellungen > Kindersicherung“ und erlauben ähnliche Einstellungen, wie auch Windows. So können Eltern hier Accounts für ihre Kinder erstellen und die Zugriffe auf Apps, Netzwerkfunktionen und Webseiten festlegen. Neben zeitlichen Limits bietet MacOS zum Kinderschutz im Internet außerdem die Möglichkeit, den Datenschutz zu verschärfen und zu verhindern, dass Apps und Dienste auf die Daten des Kindes zugreifen.

Eine genaue Anleitung zu den Einstellungen findet sich hier.

Kinderschutz im Internet – Konsolen

Auch Konsolen sind eine beliebte Plattform. Sie verfügen über diverse Netzwerkfunktionen sowie Einstellungsmöglichkeiten für Eltern, die wir hier kurz vorstellen.

PlayStation 4

PS4 Image / Image by Fabian Albert via unsplash

Die Kinderschutz-Einstellungen auf der PlayStation 4 finden sich in den Einstellungen unter „Kindersicherung/Familienverwaltung„. Hier können Eltern beispielsweise den Webbrowser der Konsole für bestimmte Benutzer deaktivieren. Auch besteht hier die Option, einzustellen, ob ein anderer Konsolen-Nutzer über das PlayStation Network mit anderen Spielern kommunizieren darf. Gerade in Online-Spielen besteht nämlich die Möglichkeit, dass fremde Spieler, den Account des Kindes als Freund hinzufügen. Ohne Kinderschutz im Internet wäre es nun möglich, dass sich diese Spieler und das Kind über eine Sprachparty miteinander unterhalten.

Auf der PlayStation können Spiele in digitaler Form über den PlayStation Store gekauft werden. Ist eine Zahlmethode hinterlegt, ist das mit wenigen Klicks erledigt. In den Kindersicherungseinstellungen der PlayStation können Eltern eine Altersbeschränkung für den Benutzeraccount ihres Kindes einrichten, wie auch ein monatliches Ausgabenlimit für Spiele. Um zu verhindern, dass diese Einstellungen einfach umgangen werden, indem sich der Nachwuchs einen neuen Benutzer anlegt, lässt sich die Option „Neuen Benutzer und Gast-Login erstellen“ auf „Nicht zulässig“ stellen. Die entsprechenden Einstellungen werden mit einem vierstelligen Passcode abgesichert.

Konkrete Anleitungen sowie eine vollständige Übersicht zu den Einstellungen finden sich hier.

Xbox One

Xbox One Logo / Image by Microsoft

Auch die Xbox One bietet diverse Einstellungen zum Kinderschutz im Internet. Die entsprechenden Optionen finden sich in den Einstellungen unter „Konto Jugendschutz > Familienmitglieder verwalten“. Hier können Eltern unter anderem einen Webfilter für ihre Kinder einrichten. So können diese den Browser zwar noch benutzen, es lässt sich jedoch festlegen, auf welche Inhalte die Kinder Zugriff haben.

Um ungewollte Käufe zu verhindern, besteht außerdem die Möglichkeit, die Option „Erziehungsberechtigten fragen“ zu aktivieren. Diese findet sich unter „Datenschutz und Onlinesicherheit > Xbox Live Privacy > Details anzeigen und anpassen“. Bei Aktivierung dieser erhalten Eltern bei jedem Kauf eine E-Mail mit der Bitte, den Kauf zu erlauben.

Auch können Eltern den Zugriff auf Inhalte für ihr Kind einschränken. Unter „Zugriff auf Inhalt“ kann ein passendes Alter für das Kind angegeben werden. Diesem Alter entsprechend steuert die Xbox nun den Zugriff auf sämtliche Medien und zeigt nur noch angebrachte Inhalte im Microsoft Store an.

Hier findet sich eine ausführliche Anleitung sowie eine vollständige Übersicht zu den jeweiligen Einstellungen.

Nintendo Switch

Nintendo Switch Logo / Image by Nintendo

Auch die Nintendo Switch bietet einige Funktionen zum Kinderschutz im Internet. Anders als bei anderen Konsolen können diese allerdings nicht für einzelne Konten getroffen werden. Zur Einstellung eignet sich die entsprechende App „Nintendo Switch-Altersbeschränkungen“ für iOS und Android. Mit dieser können Eltern die verwendete Software sowie Spieldauer einsehen, die Spieldauer bestimmen und Spielfunktionen sperren.

Die Sperrung von Spielfunktionen findet dabei standardmäßig in den Kategorien „Kleinkinder„, „Kinder“ oder „Jugendliche“ statt und ermöglicht einen dem Alter angemessenen Umfang. Zusätzlich können Eltern eigene Einstellungen vornehmen und so zum Beispiel Spiele dem Alter entsprechend sperren. Auch Funktion wie das Posten von Screenshots und die Kommunikation mit anderen Nutzern lassen sich kontrollieren.

Hier finden sich genaue Anleitungen und Übersichten zu den einzelnen Einstellungen.

Kinderschutz im Internet – Mobile

Einer Studie zum Deutschen Games-Markt des Verbands der deutschen Games-Branche zufolge ist das Smartphone mittlerweile zur beliebtesten Spieleplattform geworden und natürlich gibt es auch hier Möglichkeiten zur Einstellung der Kinderschutz im Internet.

iOS

iOS Screen / Image by Apple

Die Einstellungen, die es Eltern ermöglichen, ihre Kinder im Internet zu schützen, finden sich auf iOS unter „Bildschirmzeit“. Um zu verhindern, dass Kinder diese Einstellungen wieder ändern können, kann ein „Bildschirmzeit-Code“ verwendet werden, mit dem sich die Einstellungen der iOS Kindersicherung anpassen lassen.

Über Bildschirmzeit lässt sich nicht nur die Gerätenutzung des Kindes ermitteln, auch können Eltern hier zum Beispiel festlegen, ob ihre Kinder in der Lage sind, Käufe zu tätigen. Gerade In-App-Käufe können eine Falle darstellen, in die Kinder bei Mobile Games tappen. Die entsprechende Einstellung findet sich unter „Käufe im iTunes & App Store“.

Genauso lässt sich unter „Erlaubte Apps“ einstellen, welche der integrierten Apps und Funktionen das Kind benutzen darf. Unter „Inhaltsbeschränkung“ bekommen Eltern außerdem die Möglichkeit, Inhalte aus den Stores, dem Web, dem Game Center und aus Siri zu beschränken. Dabei können zum Beispiel für Apps und Filme die entsprechenden Altersbeschränkungen geltend gemacht werden. Im Web lässt sich zudem festlegen, dass nur explizit erlaubte Webseiten auf dem Gerät besucht werden können.

Genaue Anleitungen und eine vollständige Auflistung zu allen Einstellungen finden sich hier.

Android

Android Logo / Image by Google

Android selber bietet die Möglichkeit, im Google Play Store selber Jugendschutzeinstellungen vorzunehmen und so festzulegen, welche Apps die Kinder downloaden können und auf welche Inhalte sie Zugriff haben.

Die dafür gedachten Einstellungen finden sich im Menü unter „Jugendschutzeinstellungen„. Hier kann eine PIN vergeben werden, um die Einstellungen entsprechend abzusichern. Eltern können nun Inhalte wie Apps, Spiele, Filme oder Musik dem Alter entsprechend freigeben. Wer das Konto seines Kindes mit Googles Dienst Family Link verwaltet, kann diese Einstellungen auch hierüber vornehmen. Family Link bietet außerdem noch weitere Möglichkeiten wie unter anderem die Nutzung der Geräte zu überprüfen, Apps zu sperren oder freizugeben sowie die Ortung der Kinder.

Eine ausführliche Übersicht zu den Jugendschutzeinstellungen befindet sich hier.

Zusätzliche Maßnahmen:

Android ermöglicht es Eltern von Haus aus nicht, den Zugriff auf Webseiten gezielt zu kontrollieren. Ein sicherer Browser wie der Safe Browser Parental Control arbeitet aber mit entsprechenden Filtern und macht das Erstellen eigener Black- und Whitelists möglich.

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Teaserimage by StartupStockPhotos via pixabay

Images by Microsoft, Apple, Nintendo, Google, Fabian Albert via unsplash

 

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