Patchworkfamilie – ein bunt gewürfelter Haufen

Patchwork by Irina Murza via Unsplash

Nicht selten kommt es heutzutage vor, dass sich die Eltern trennen. Doch oft passiert es dann, das Mama und Papa nicht alleine bleiben, sondern einen neuen Partner finden, mit denen sie ihr Leben verbringen wollen. Das ist aber nicht immer so einfach für die Kinder. Wie also ist der beste Weg mit einer Patchworkfamilie umzugehen?

Wie eine Scheidung die Kinder belasten kann

Je nach Alter des Kindes und der Art wie die Eltern weiterhin miteinander umgehen, kann das einige Zeit in Anspruch nehmen. Denn manchmal kann es vorkommen, dass die Eltern den Frust, den sie gegeneinander hegen, an den Kindern auslassen. Das belastet diese und es kann vorkommen, dass die Kinder seelisch darunter leiden. Es ist verständlich, dass man mit seinem Ex-Partner gewisse Probleme hat, da es nun mal einen oder mehrere Gründe gibt, die zu einer Trennung geführt haben. Doch dabei ist es sehr wichtig diese Gründe nicht vor dem Kind auszulegen und in erster Linie das Kind nicht mit in die Streitigkeiten hinein zu ziehen.

Wenn Kinder älter werden und anfangen die Gründe zu hinterfragen, ist es wichtig offen mit ihnen darüber zu sprechen. Aber sollte immer davon abgesehen werden das andere Elternteil bei den gemeinsamen Kindern schlecht zu machen. Dies führt nur dazu, dass sich das Kind wie zwischen den Stühlen sitzend fühlt. Denn Kindern können am wenigsten für eine Trennung bekommen dennoch das meiste ab.

Die Schwierigkeiten einer Patchworkfamilie

Es gibt viele verschieden Formen der Patchworkfamilie. Entweder die Mutter findet einen neuen Partner oder der Vater eine neue Partnerin. Nicht selten kommt es vor, dass die jeweils neuen Partner ebenfalls Kinder haben und dann kommen zum neuen Stief-Elternteil auch gleich Stief-Geschwister dazu. Das kann im ersten Moment etwas viel auf einmal sein. Manchmal kann es sein, dass das Kind rebelliert, denn es hat ja eine Mama oder einen Papa und will keinen Neuen haben. Daher ist es in erster Linie wichtig, mit Vorsicht vorzugehen.

Wenn Eltern frisch verliebt sind, können sie sich manchmal nicht vorstellen, dass das Kind den neuen Partner nicht akzeptieren könnte. Doch den Kindern fällt es oft erst einmal schwer, die Trennung der Eltern zu verarbeiten. Die Sehnsucht wieder eine „ganze“ Familie zu sein ist auch bei Kindern groß, doch diese wünschen sich eher das ihre Eltern wieder zusammen kommen und nicht, dass das nicht mehr im Haushalt lebende Elternteil durch einen neuen Partner ersetzt wird. Trotzdem sollten die beiden neuen Liebenden auch außerhalb der Patchworkfamilie ihr Beziehung pflegen.

Wie gelingt eine erfolgreiche Zusammenführung der Familien?

Wenn ein passender Partner gefunden wurde, dann muss man sich erst einmal die Fragen stellen: „Wo führt diese Beziehung hin und soll ich meine Kinder involvieren?“. Wenn man das mit Ja beantworten kann, dann kommt die Frage: „Wie und wann stelle ich meinen neuen Partner meinen Kindern vor?“ dazu. Denn hier ist Vorsicht geboten.

Um den neuen Partner den Kindern vorzustellen, ist es ratsam einen neutralen, öffentlichen Ort zu wählen. So haben die Kinder nicht das Gefühl, diese neue Person würde ungefragt in ihr Zuhause eindringen. Es gibt nicht den einen, richtigen Zeitpunkt den Partner vorzustellen. Wann das am besten geschehen soll, könnt nur ihr selbst sagen, denn jede Situation ist anders. Doch einfacher ist ein Zeitpunkt in einer Phase, in der es keinen Streit gibt und die Harmonie stimmt. Sicher sein, das es etwas Langfristiges ist, solltet ihr aber schon.

Kinder können schnell das Gefühl haben, das Elternteil an den neuen Partner zu verlieren. Daher ist es wichtig, eine offene Kommunikation zu schaffen und Probleme anzusprechen, damit die Kinder sagen können wenn ihnen etwas fehlt anstatt zu rebellieren.

Es ist nicht leicht, eine neue Familie aus zwei bestehenden zu gründen, doch mit offener Kommunikation und etwas Arbeit, ist es möglich zusammen glücklich zu werden.


Image by Irina Murza via Unsplash

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