Splitwise – Nie wieder Streit ums Geld

Nie wieder Streit ums Geld.

Eine Gruppe von vier Freunden hat gemeinsam einen Urlaub auf Bali gemacht. Frank hat 100 Euro ausgelegt, Lisa 50, Hassan 86 und Anna 25 Euro. Wer bekommt am Ende von wem, wie viel Geld?

Was nach einer typischen Aufgabe für den Mathe-Unterricht klingt, ist in der Realität eine unglaublich nervenraubende Angelegenheit. Über die Frage wer jetzt wem, wie viel Geld schuldet, sind schon ganze Freundschaften zerbrochen – (Also wirklich… Wir wissen, wovon wir sprechen).

Gott sei Dank gibt es Apps wie Splitwise

Splitwise wurde 2011 von Ryan Laughlin, Marshall Weir und Jonathan Bittner gegründet und lässt sich wohl am besten als Tool beschreiben, mit dem ihr in Gruppen eure Ausgaben tracken und so sicher sein könnt, dass jeder das bekommt, was ihm zusteht. Splitwise ist dabei in den grundlegenden Funktionen kostenlos und im Browser, App Store und Google Play Store verfügbar.

Den Überblick in jeder Gruppe behalten

Ihr könnt in Splitwise Gruppen für verschiedene Anlässe wie Wohnung, Haus, Reise oder anderes anlegen und eure Freunde in diese Gruppen einladen. Zum Beispiel für euren Bali Urlaub. Bezahlt ihr etwas, erstellt ihr einfach eine neue Ausgabe, gebt einen Betrag ein und schreibt kurz, um welche Ausgabe es sich handelt. Dabei könnt ihr eure Ausgaben ebenfalls einer Kategorie zuordnen und in den Kategorien „Unterhaltung“, „Essen und Trinken“, „Zuhause“, „Leben“, „Verkehrsmittel“ und „Nebenkosten“ aus etlichen Unterkategorien wählen.

Splitwise erkennt dabei sogar relativ zuverlässig anhand eurer Beschreibung, um welche Kategorie es sich bei der Ausgabe handeln könnte und trifft automatisch eine Annahme. Wobei das nicht mehr funktioniert, solltet ihr so exotische Dinge wie zum Beispiel ein Didgeridoo kaufen. Dann wird eure Ausgabe automatisch der vermutlich langweiligsten Kategorie „Allgemein“ zugeordnet. Die App verrechnet jetzt die Ausgaben aller Gruppenteilnehmer und zeigt euch an, wie viel Geld ihr bekommt oder wie viel ihr den anderen schuldet. Da bei Geld ja bekanntlich die Freundschaft aufhört, habt ihr in dem Finanz-Tool auch die Möglichkeit euren Kassenzettel oder eure Rechnung zu fotografieren und der Ausgabe anzuhängen, um so für den Fall der Fälle einen Beweis zu haben.

Mehr als bloß ein Rechenschieber

Splitwise kann aber noch deutlich mehr, als bloß eure Ausgaben zu verrechnen. So könnt ihr zum Beispiel eine Übersicht aller Ausgaben als CSV-Datei aus der App exportieren und in Excel öffnen. Um die Daten aus Splitwise in eine Kalkulation zu übernehmen, kann das ziemlich praktisch sein. Für den Otto Normalverbraucher ist die Funktion vermutlich aber unnötig.

Auch könnt ihr eine Pinnwand in einer Gruppe erstellen. Auf dieser könnt ihr zum Beispiel Dinge wie die Kontoverbindungen eines Wohnungskontos, die Adresse eures Vermieters oder die Flugnummer eures Urlaubsfluges eintragen. So behalten alle Mitglieder eurer Gruppe immer alles Wichtige im Blick.

Noch mehr Funktionen mit Splitwise Pro

Mit Splitwise Pro erhaltet ihr für 1,99 Euro im Monat oder 19,99 Euro im Jahr Zugriff auf noch mehr nützliche Funktionen. So könnt ihr euch Statistiken über die Ausgaben in eurer Gruppe anschauen. Hier seht ihr zum Beispiel, wie viel ihr in einem bestimmten Zeitraum in welcher Kategorie ausgegeben habt, oder wie sich eure Gesamtausgaben im Laufe der Zeit entwickelt haben. Das Ganze wird euch wahlweise in einem Torten- oder einem Balkendiagramm präsentiert. Diese Funktionen sind besonders praktisch, um die Übersicht über die Finanzen im eigenen Haushalt zu behalten.

Mit der Pro-Version könnt ihr euch außerdem das Eintippen der Beträge sparen und euren Kassenzettel einfach einscannen. Das funktioniert überraschend gut. Wir haben die Funktion mit einem alten, zerknickten Ikea-Kassenzettel getestet und der Betrag wurde einwandfrei erkannt. Nach dem Scan könnt ihr die Rechnung außerdem direkt aufschlüsseln. So könnt ihr die einzelnen Beträge den Gruppenmitgliedern zuweisen.

Einfach zu bedienen und wirklich nützlich

Abschließend kann man sagen, dass Splitwise das Rad zwar nicht neu erfunden, die nützlichen Funktionen, die die App mitbringt, aber sehr gut und zugänglich umgesetzt hat. Die Bedienung ist selbsterklärend, die App läuft flüssig und die ganze Menü-Führung ist sehr intuitiv und hält nicht lange auf. Unser Fazit ist also: Eine gute App, die einem das Leben erleichtert.


Image by RyanMcGuire via pixabay.com

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