Umzug mit Kindern – entspannt ins neue Leben starten

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Ein Umzug in eine andere Stadt oder sogar ein anderes Land ist für alle Beteiligten aufregend, aber auch stressig. Insbesondere Kinder leiden oft unter dem Umzugsstress und den Folgen, die der Umzug für ihr eigenes Leben und Wohlbefinden hat. Generell gilt die Regel, dass es Kindern leichter fällt sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, je jünger sie sind. Dennoch gibt es einige Tipps, die das Umziehen für Kinder egal welchen Alters vereinfachen.

Vor dem Umzug: Das Kennenlernen der neuen Umgebung

Auch wenn der Umzug für jüngere Kinder im Allgemeinen leichter fällt, bedeutet das nicht, dass sie sich direkt in der neuen Wohnung wohlfühlen. Kleine Kinder, die noch sehr an die Eltern gebunden sind, brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und Zuneigung, wenn es an den Umzug geht. Sie merken, wenn die Eltern gestresst oder unsicher sind. Gleichzeitig solltet ihr eure Kinder nach Möglichkeit schon vor dem eigentlichen Umzug mit der neuen Umgebung vertraut machen. Es wäre ideal, wenn gerade kleinere Kinder schon einmal in der neuen Wohnung oder dem neuen Haus gewesen sind. Ansonsten könnt ihr gemeinsam mit ihnen die neue Nachbarschaft erkunden, spazieren gehen und schon mal Spielplätze oder den neuen Kindergarten beziehungsweise die neue Schule besichtigen. So kann sich der Nachwuchs Schritt für Schritt an die neue Umgebung gewöhnen und fühlt sich beim Umzug nicht so überfordert mit neuen Eindrücken.

Auch wenn ihr euch daran macht, euren alten Hausstand einzupacken, sollten die Kinder euch helfen können. Darüber hinaus solltet ihr eine Kiste mit den wichtigsten Spielsachen und Kuscheltiere eures Nachwuchs vorbereiten. So habt ihr in der neuen Wohnung direkt die Dinge zur Hand, die eurem Kind ein Gefühl der Sicherheit geben.

Der Tag des Umzugs

Endlich ist es soweit. Nach Monaten der Vorbereitung, Wochen des Packens und endlos vieler Organisation steht der Umzug in ein neues Heim an. Gerade wenn eure Kinder noch jünger sind, ungefähr vier bis acht Jahre alt, kann der Tag des Umzugs ganz schön an die Substanz gehen. Verständlicherweise werdet auch ihr Besseres zu tun haben, als euch die ganze Zeit um den Nachwuchs zu kümmern. Deswegen solltet ihr am besten einen Babysitter für diesen Tag besorgen und die Kinder direkt außer Haus bringen. Somit können die Kleinen einen entspannten Tag bei Oma und Opa verleben, während ihr alles in die Wege leitet und aktiv beim Umzug mithelft.

Sobald dann alle Umzugskartons im Haus sind und der Umzugsdienst oder die Verwandtschaft weg, solltet ihr als Erstes das Kinderzimmer einrichten. Im besten Fall können eure Kleinen dann direkt bei ihrer Ankunft im neuen Zuhause einen Rückzugsort haben und ihrer gewohnten Routine nachgehen. Wichtig ist im Übrigen, die Ängste und Probleme der Kinder ernst zu nehmen. Und seid geduldig, wenn sie am Anfang zurückhaltend sind.

Umzug mit Kindern – die Eingewöhnungsphase

Schon vor dem Umzug mit Kindern ist es wichtig, mit dem Nachwuchs offen und ehrlich zu sprechen. Eventuelles Unbehagen und Probleme sollten angesprochen sowie Fragen beantwortet werden. Doch die wirklichen Schwierigkeiten beginnen meist erst mit der Eingewöhnungsphase. In den ersten vier bis sechs Wochen haben viele Kinder, egal welchen Alters, noch Schwierigkeiten in einer neuen Umgebung. Dabei geht es natürlich nicht nur um die neue Wohnung an sich, sondern auch um das Vermissen von Freunden, der alten Schule oder dem alten Sportverein.

Je älter die Kinder sind, desto mehr hatten sie bereits einen festen sozialen Kreis, den sie in der neuen Stadt natürlich nicht haben. Es gilt also besonders, hier aufmerksam und geduldig zu sein. Helft euren Kindern, neue Sportvereine oder Hobbys zu finden, bei denen sie neue Leute kennenlernen können. Auch gemeinsame Unternehmungen zur Erkundung der neuen Stadt sind Pflicht. Vielen Kindern hilft es darüber hinaus, wenn sie weiterhin ihre gewohnte Routine beibehalten können. Schlafenszeiten und Rituale geben Sicherheit und helfen bei der Eingewöhnung.

Teenager leiden besonders unter einem Umzug

In den Jahren von 13 bis 19 sind junge Menschen besonders angreifbar. Dementsprechend fällt es ihnen auch besonders schwer, sich von ihren besten Freunden und dem allgemeinen sozialen Umfeld zu trennen. Wenn euer Nachwuchs in diesem Alter ist, ist es teilweise sogar schwer, mit ihnen überhaupt ins Gespräch zu kommen. Wichtig ist, wie auch bei allen Kindern, zuzuhören und euch auf eure Tochter oder euren Sohn einzulassen. Gebt ihnen das Gefühl, dass es in Ordnung ist, verunsichert zu sein und das ihr sie bei ihrer Eingewöhnung gerne unterstützt. Für weitere Tipps, wie ihr mit Teenagern umgehen könnt, schaut einmal hier nach.

Ein Umzug mit Kindern ist immer eine Herausforderung. Damit die Kinder sich wohlfühlen hilft es, kleine Rituale beizubehalten und den Nachwuchs zum Beispiel das eigene Zimmer mitgestalten zu lassen. Routine und Zuneigung geben Geborgenheit, und die brauchen die Kinder nach einem Umzug am meisten.


Image by Congerdesign via Pixabay

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