Ist eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft ungesund?

Häufig hört man, dass eine vegane Ernährung ungesund ist und dass allen Veganern wichtige Nährstoffe fehlen. Ist da wirklich was dran? Oder ist es möglich sich in der Schwangerschaft rein pflanzlich zu ernähren, ohne, dass die werdende Mutter oder das Kind einen Schaden davon tragen? Die Meinungen gehen sichtlich auseinander. Viele behaupten, dass eine vegane Ernährung sogar Risiken für die Entwicklung des Nervensystems des Kindes hervorrufen kann. Selbstverständlich ist eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft anspruchsvoll und man sollte sich mit dem Thema gut auseinandersetzten. Wir haben für euch einmal die wichtigsten Nährstoffe aufgezählt, die eine Veganerin während der Schwangerschaft zu sich nehmen sollte.

So deckt ihr euren Vitamin B2, Kalzium, Jod und DHA Bedarf

Die Docosahexaensäure (DHA) ist vor allem in Seefisch enthalten, aber auch Veganer können das DHA ganz einfach mit Leinöl zu sich nehmen. Häufig sind Veganer nicht ausreichend mit Kalzium versorgt. Auch wenn während der Schwangerschaft kein Mehrbedarf an Kalzium gebraucht wird, sollten schwangere Veganerinnen Kalzium beispielsweise über Mineralwasser oder Sojaprodukte aufnehmen. Das Vitamin B2 können alle Veganer, unabhängig davon, ob sie schwanger sind, am besten über Nüsse und Samen aufnehmen. Schwangere sollten zudem Folsäure und Jod zu sich nehmen. Allen vegan-lebenden Schwangeren wird empfohlen, während der Schwangerschaft eine gute Ernährungsberatung aufzusuchen, um die Nährstoffempfehlungen aufnehmen zu können und die Blutwerte überprüfen zu lassen.

Was ist mit dem Vitamin B12?

Vegane Ernährung bedeutet nicht automatisch, dass man sich ausgewogen und gesund ernährt, denn es gibt heutzutage auch viel veganes Fast-Food, wie Pizza oder Burger. Deshalb ist es wichtig, sich über eine ausgewogene pflanzliche Ernährung schlau zu machen. Das Vitamin B12 sollten alle Veganer über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, denn dieses Vitamin findet man nur in tierischen Produkten. Außerdem haben viele Veganer oftmals einen Eiweißmangel. Diesen Mangel können sie aber leicht über Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Getreide wieder ausgleichen. Als Eiweißquelle eignen sich sehr gut Seitan und Naturtofu.

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Eisenbedarf richtig decken

Während der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf erhöht und oft kann pflanzliches Eisen schwerer vom Körper aufgenommen werden. Am besten könnt ihr pflanzliches Eisen über grünes Gemüse, Vollkorn-Getreideprodukte oder über Nüsse zu euch nehmen. Um Eisen richtig aufnehmen zu können, wird empfohlen, mit mindestens einer Stunde Abstand zur Mahlzeit, Kaffee oder schwarzen Tee zu trinken. Denn Kaffee und schwarzer Tee behindern die Eisen-Aufnahme.

Fazit

Es bleibt also zu sagen, dass es bei einer veganen Ernährung während der Schwangerschaft durchaus zu Nährstoffmängeln kommen kann, wenn man sich nicht richtig mit dem Thema auseinandersetzt. Zudem solltet ihr darauf achten, alle wichtigen Nährstoffe zu euch zu nehmen. Mit der Unterstützung eines Ernährungsberaters sollte der veganen Ernährung während der Schwangerschaft allerdings nichts im Wege stehen. Ihr müsst euch nur umfangreich mit dem Thema befassen und euch informieren, damit ihr und eurer Baby keinen Nährstoffmangel bekommt.


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