Wie frühkindliche Bildung unsere Lust zum Lernen beeinflusst

Frühkindliche Bildung

Eltern haben es heute nicht leicht. Es gibt so viele Elternratgeber wie nie zuvor, man tauscht sich quasi ständig mit anderen Müttern und Vätern aus und immer ist da diese Frage im Hinterkopf, ob man sein Kind auch richtig erzieht. Seit Jahren gibt es schon die Diskussion, wie sehr frühkindliche Erziehung und frühkindliche Bildung in die Entwicklung eines Kindes reinspielen. Auf der einen Seite steht das Argument, das Kinder schnell unter Druck leiden können, wenn sie zu früh zum Lernen gezwungen werden. Stichwort: Helikopter Eltern. Auf der anderen Seite sieht man nachhaltig positive Effekte, wenn Kinder richtig an das Thema Lernen herangeführt werden.

Ab wann geht frühkindliche Bildung los?

Allgemein spricht man von frühkindlicher Bildung, wenn die Kinder im Alter von 2-6 sind. Dabei kann die Art der Bildung sehr unterschiedlich aussehen. Viele Kleinkinder haben den ersten Kontakt mit frühkindlicher Erziehung in der Kita oder der Krippe. Allerdings gibt es in Deutschland noch immer einige Probleme bei der Bereitstellung entsprechender Plätze. Erste empirische Studien weisen jedoch darauf hin, dass die frühkindliche Erziehung beeinflussen kann, wie gerne wir in unserem Leben lernen. Die Art, wie Kinder an das gesamte Thema Bildung herangeführt werden und welche Erfahrungen sie machen, hat direkten Einfluss auf ihre Motivation für die Schule und auch den weiteren Lebensweg. Deswegen sollte man sich genau überlegen und evaluieren, was man seinem Kind zumuten kann.

Ein guter Einstieg in das Thema könnte zum Beispiel die Teilnahme in der musikalischen Früherziehung sein. Der Kontakt zu anderen Kindern ist in den ersten Jahren der Erziehung ohnehin mit das Wichtigste. Kommunizieren und mit anderen Interagieren sind Kernkompetenzen, die Kleinkinder möglichst früh vermittelt bekommen sollten.

Wie sieht frühkindliche Bildung aus?

Im Idealfall sollte die Kita oder später auch der Kindergarten die wichtigsten Grundsteine für das spätere Lernen legen. In der Realität gibt es jedoch nicht immer ausgearbeitete Konzepte oder ausreichend Pädagogen, um sich mit den Kindern auseinanderzusetzen. Selbst wenn die Erziehung im Kindergarten vielleicht nicht so ist, wie man es sich als Elternteil wünscht, sollte man die Kinder auf keinen Fall überfordern. Lernen sollte gerade in jungen Jahren immer auch mit Spielen, Sprache und Bewegung verbunden werden. Teilweise gibt es neben der Kita und dem Kindergarten auch andere Vorschulangebote. Oder auch Sportgruppen, die sich speziell an Kinder im Vorschulalter richten. Am besten besprecht ihr alle Aktivitäten mit euren Kindern und findet heraus, was sie interessiert und was sie gerne lernen würden.

Wichtig sind außerdem Spiele, die soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen vermitteln. Und Kinder müssen vor allem selbst Experimentieren dürfen, denn ansonsten verlieren viele schnell die Lust am Lernen. Lasst eure Kinder die Welt auch für sich selbst entdecken und nutzt die Ressourcen in eurer Umgebung, um mit ihnen gemeinsam einen entspannten Einstieg in das Thema Bildung und Lernen zu finden.


Image by Markus Spiske via Unsplash

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